Winterharte Stauden und Sträucher für Ihren Garten

Ursprünglich beheimatet ist Nerium Oleander rund um das Mittelmeer und in Asien. Dort wächst die immergrüne Pflanze mit den bis zu fünfzehn Zentimeter langen, ledrigen und lanzettförmigen Blättern, die am Rand etwas umgerollt sind, sogar zu meterhohen Bäumen heran. Man findet sie ausnahmslos in sonniger Lage und in Wassernähe, so zum Beispiel an Flussufern. In seinen Ursprungsländern kann das Gewächs wegen der dortigen milden Winter ohne weiteres auch in den Garten gepflanzt- oder ganzjährig als Kübelpflanze im Freien gehalten werden und dort überwintern. Seine leuchtenden und aromatisch duftenden roten, rosa, weißen oder selten auch gelben Blüten, die von Mai bis September existieren und je nach Art gefüllt oder ungefüllt sind, erfreuen immer das Auge. Deshalb pflegen die Ansässigen den alten Spruch: „Oleander vor dem Haus – Gemütlichkeit geht ein und aus“.
In unseren Breitengraden ist der Oleander, bei dem alle Pflanzenteile übrigens äußerst giftig sind, eine beliebte Kübelpflanze und ab Mitte April für den Garten bzw Kübel geeignet. Die beste Zeit zum Umtopfen ist übrigens im Frühjahr unmittelbar nach dem Überwintern.
Das Gewächs, das leicht zu pflegen ist, schätzt im Sommer einen sonnigen, windgeschützten Standort und muss während seiner Zeit im Freien regelmäßig gegossen werden. Weil der Wurzelballen so beschaffen ist, dass er gerne auch Wasser von unten aufsaugt, sollten Sie unter das Pflanzgefäß einen etwas größeren Untersetzer stellen und so viel gießen, dass sich das Wasser zu einem Fußbad sammelt. Nach ungefähr zwei Stunden müssen Sie allerdings das überschüssige Wasser abgießen, denn Staunässe ist unerwünscht. Dem Oleander, einem Starkzehrer, muss man durch regelmäßiges Düngen mit Blaukorn oder Flüssigdünger genügend Nährstoffe zuführen, um Blattfall oder Blütensterben zu vermeiden. Besonders gut gedeiht er übrigens in einem Gemisch aus Torfmull und Blumenerde.
Damit er nicht zu groß gerät, sollte man seinen Oleander schneiden.
Beim so genannten Auslichtungsschnitt werden die ältesten und längsten Triebe bis ins alte Holz zurückgeschnitten. Dies sollte im Frühjahr geschehen. Auch können Sie bei Verkahlung den Oleander schneiden. Dies würde dann ein Stutzen aller Triebe bis auf ca. zehn Zentimeter bedeuten.
Obwohl Sie sie gut pflegen, kann es passieren, dass Ihre Pflanze durch verschiedene Schädlinge und deren Absonderungen bedroht wird, so zum Beispiel von Spinnmilben, Blatt- und Schildläusen und diversen Pilzerkrankungen. Allen gemein ist, dass man sie schnellstmöglich mit entsprechenden Mitteln aus dem Fachhandel bekämpfen muss, um größere Schäden an der Pflanze zu vermeiden. Deshalb sollten Sie alle Veränderungen der Blätter genau beobachten. Mein Tipp: Hat Ihr Oleander z.b. gelbe Blätter, schneiden Sie ein verändertes Blatt ab und nehmen Sie es zum Begutachten zum Fachhändler mit.
Der August läutet die letzte Zeit im Garten ein; nun sollten Sie die Düngung langsam einstellen und das Gießen einschränken. Dennoch ist es ratsam, die Pflanze so lange wie möglich draußen stehen zu lassen und erst ab stärkeren Frösten im Haus in einem hellen Raum bei bis zu + 6 Grad zu überwintern. Knospen, die noch nicht erblüht sind, sollten Sie allerdings nicht schneiden. Gießen Sie in dieser Zeit nur mit lauwarmem Wasser, wenn der Ballen durchweg trocken ist. Im Herbst können Sie den Oleander umtopfen.
Sie können Oleander durch Aussaat vonh Oleandersamen oder durch Stecklinge vermehren. Stecklinge können Sie aus zurückgeschnittenen Trieben angelegen. Schneiden Sie dazu einfach die Triebe in ca. 25-30cm länge und schneiden Sie den unteren Teil mit einem Messer spitz zu. Auch die Blätter sollten Sie bis auf nur wenige entfernen. Setzen Sie den Trieb dann in ein Glas mit Wasser. Stellen Sie dieses dann an einem hellen und warmen Platz auf, um die Bildung von Wurzeln zu beschleunigen. Nach der Wurzelbildung setzen Sie die Pflanze dann in einen Blumentopf mit Stecklingserde. Die Vermehrung von Oleander ist über das ganze Jahr möglich. Bevorzugt sollten Sie Ihren Oleander aber von Mai bis August vermehren, da die Planze hier am kräftigsten wächst.
Die Vermehrung durch Samen ist zwar auch möglich, aber nur empfehlenswert, wenn Ihnen die Blütenfarbe und Form nicht weiter wichtig ist, denn die aus Samen entstehenden Pflanzen erheblich von Form und Farbe der Elternpflanze abweichen. Die Samen der Pflanze sind in Bohnengleichen Früchten eingebettet und sollten im Frühjahr ausgesät / vorgezogen werden. Mit ersten Blüten ist dann allerdings im 3. Jahr zu rechnen.
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